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Homeschooling und echte Werte

Jetzt beginnt genau das was FreilernerInnen*/HomeschoolerInnen vorausgesagt haben, wir brauchen Individuen, die eine Vorstellung unabhängig vom System haben und sich trauen diese zu verfolgen. All das was Schule uns nie gelehrt hat, kann uns jetzt zum Verhängnis werden. Anbau von Saatgut, Erste Hilfe, Bestärkung des Zusammenhaltes und Individualität gewinnen enorm an Bedeutung.

Jahrzehntelang lag der Fokus auf standardisiertem Lehrinhalt oft noch dazu sinnfrei. Alle Individuen wurden über einen Kamm geschoren. Und einigen hat dieses System ihre besten Kompetenzen gekostet. Viele Generationen wissen bis heute nicht, dass sie etwas besonders gut können, gerade diejenigen die in der Schule immer mittelmäßig bis schlecht waren. Das Leben blieb mittelmäßig, man hat sich damit abgefunden nichts gut zu können. Fand dann vielleicht einen Bürojob und blieb bis heute ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass da nicht doch etwas in ihm/ihr sei, das überragend ist.

Wenn man Kinder bekommt hat man die Chance auszusteigen, viele nutzen das. Auch Schicksalsschläge veranlassen einen anderen Weg einzuschlagen. Es fühlt sich so an als würden uns die Augen geöffnet werden, andere ECHTE Werte und Kompetenzen kommen zum Vorschein, wir wachsen über uns hinaus und nehmen dies zum Anlass das Leben anders auszurichten. Viele schaffen den Sprung über den Schatten nicht, gewohntes ist immer besser als neues. Denn wer weiß was passiert, es könnte auch schiefgehen. Ein Ding der Bequemlichkeit.

Der Unterschied zwischen Erfolgreichen und Nichterfolgreichen ist, das sie einmal mehr aufstehen als hinfallen! Im realen Leben Fehler zu machen, ist nicht wie eine schlechte Note in der Schule. Wir brauchen Fehler und Probleme um aus ihnen zu lernen. Über uns hinauszuwachsen. Das ist keineswegs negativ. PRObleme sind gut! Sie helfen uns den richtigen Weg zu finden. Unseren Weg. Es ist ein guter Zeitpunkt, um unseren Kindern zu vermitteln das Schule nicht das reale Leben ist. Und eine Handwerkslehre ist mittlerweile mehr Wert als die xten StundentInnen an den Uni‘s oder FH’s.

Die heutigen Kinder haben die Möglichkeit Familie und Lernen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sie können essenzielle Dinge lernen, die ihnen in der Schule niemals beigebracht werden.

*FreilernerInnen sind natürlich nicht mit HomeschoolerInnen gleichzusetzen. Letztere lernen nach Schulpan und Freilernende lernen eben das was anhand der Entwicklungsstufe des Kindes gerade an der Reihe ist. „Lernen“ liegt in der Natur des Menschen. Die Wertevermittlung ist aber oft eine ähnliche. Durch das Zuhause unterrichten/freilernen ist man in die Familienstruktur und die sozialen Werte integriert. Die Kinder haben meist andere Aufgaben und Werte, als Kinder die in die Schule und anschließende Hortbetreuung gehen. Wichtige Fragen und Probleme der Familie werden unter Einbezug der Kinder getroffen, damit bekommen Kinder eine realistische Vorstellung darüber wie Familie und wirtschaftliches Denken zu laufen haben. Alles hat seine Vor- und Nachteile, für nichts gibt es ein Patentrezept.

Angst im Hinblick auf die Zukunft – Teil II

Den Wandel der Zeit nutzen und umschwenken. Schaut euch Prognosen an, was euch nach dem Wandel bevorsteht. Wissen ist immens wichtig. Das ist mir nicht nur in meinen Babyfeeling Kursen wichtig, sondern in jeder Lebenslage. Das Wissen, welches ich in meinen Kursen weitergebe besteht u.a. aus dem Mentaltraining, das jeder erfolgreiche Geschäftsführer in irgendeiner Weise anwendet. Um sich ein objektives Bild von der zukünftigen Lage zu machen muss man allerdings den Blick über den Tellerrand wagen.

Bei der (mentalen) Geburtsvorbereitung steuern wir ebenfalls auf etwas unvorhergesehenes hin, die Geburt. Betrachten wir den Wandel / die Krise als Startschuss der Geburt, so stehen wir bereits zwischen Eröffnungsphase und der fortgeschrittenen Phase. Oft beginnt sie unbemerkt. Geburtserfahrene nutzen die Zeit noch, um alle Vorbereitungen zu treffen, Kinder unterzubringen, dem Nestbautrieb die Tür zu öffnen. Wir bereiten uns im Hinblick auf die Coronakrise auf ein anderes Leben vor, wir bauen unser Nest um, bereiten es so vor, dass wir mit allen unseren Bedürfnissen gut leben können. Jeder weiß es kommt was neues, ist aber zu sehr mit der aktuellen Lage beschäftigt. Ablenkung ist auch während der Geburt gut, aber nur dann wenn wir uns mit positivem ablenken und genau wissen was auf uns zukommt. So können wir uns am Besten auf die Situation einlassen und haben nicht das Gefühl die Kontrolle zu verlieren.

Stellt also die Weichen so, dass ihr mit der aktuellen Situation über Monate hinweg leben könnt. Ich verstehe, dass ihr erstmal die tolle Zeit so intensiv mit der Familie nutzt, aber jetzt stellt euch mal vor, dieser Ausnahmezustand hält über ein Jahr an. Dann brauchen wir eine realistische Struktur die wir halten können. Täglich volles Spiel- Spaß- Spannungs Programm mit den Kindern ist nicht die Lösung. Eigentlich sollte die Eingliederung langsamer erfolgen. Unsere Kinder sind gewohnt, sobald sie Zuhause sind, dass sich alles um sie dreht. Vieles wird ihnen heute vorweg genommen, obwohl sie bereits in der Lage wären das selbst zu tun. Anders war es in Großfamilien, die Kinder liefen einfach so mit. Diese konnten sich ohne ständiger Überwachung allein beschäftigen. Viele Erwachsene die sich an solch eine Kindheit erinnern, empfanden die Zeit als glücklich. Gab natürlich auch seine Schattenseiten, aber Familie hatte damals eine andere Bedeutung, lastete nicht nur auf der Kernfamilie und Kinder hatten Aufgaben die sie so früh wie möglich selbst gemacht haben. Sie waren fantasievoller in ihrer Freizeitgestaltung, haben sich vieles durch Langeweile selbst beigebracht. Sie hatten andere Vorbilder wie ältere Geschwister und dessen FreundInnen und die Großmütter trugen zur Erziehung der jüngeren Generationen maßgebend bei. Ich gebe zu wir haben es gerade echt schwer.

Wissen, Planung und Umstrukurierung

Angst ist lediglich ein Hinweis, nutzt ihn. Schaut hin was euch erwartet, wägt selbst ab und geht, wenn nötig einen neuen Weg. Viele werden neue Wege gehen und andere werden auf der Strecke bleiben.

Alle die bereits unabhängig vom System gearbeitet/gelebt/ beschult haben sind uns weit vorraus. Auch MentaltrainerInnen haben einen großen Vorsprung. Diese haben nicht die Startschwierigkeiten mit sich klar zu kommen, sich neu zu ordnen, sich kennenzulernen. Da funktioniert das Familiensystem nebenher, jeder wusste schon vorher welchen Beitrag im Familiensystem er/sie bringen muss, damit es erhalten bleibt. Diese konnten ihren Notfallplan bereits üben. Auch ich muss zugeben, dass wir als Familie keine Probleme mit der Umstellung haben, wir hatten vor längerem bereits ein Jahr Hausunterricht hinter uns. Unsere Tätigkeiten laufen auch ohne System, wie bisher. Aber das hat Zeit gekostet, und hat sich über Monate aufgebaut. Mit Kindern ist es dennoch immer wieder ein Auf und Ab.

Eine Struktur muss aber von Anfang an geschaffen werden, sonst können (besonders jüngere) Kinder sich nicht darauf einstellen und dann wenn es wirklich ernst wird, und ihr euch (beruflich) anders orientieren müsst, zu Problemen führen.

Wie kann so eine Struktur also aussehen: Den Kindern den Wertewandel bewusst machen und mit ihnen darüber sprechen, ist ein guter Anfang. Oft sprechen wir vor den Kindern aber nicht mit ihnen!

Am Besten man verschriftlicht den Tagesplan mit den Kindern. Bewusst Beschäftigungen/Langeweile alleine einplanen. Gemeinsame Haushaltstätigkeiten (kochen, putzen) unter Berücksichtigung der eigenen Fähigkeiten (Was macht das Kind total gerne?) als Familienprogramm erleben und Aufgaben dem Alter entsprechend verteilen und (unbezahlt) „einfordern“. Wichtigkeit der Mithilfe betonen. Es geht nicht darum wie gut die Aufgaben gelöst werden und das sie pünktlichst einzuhalten sind. Wenn man Kleinkinder beobachtet, merkt man wie gerne sie mithelfen. Wenn diese überschwängliche Mithilfe nicht forciert wird, dann geht sie leider verloren.

Ihr habt einen „Zwangsurlaub“ zur Neufindung und Zukunftsplanung bekommen, das ist mit Kindern zwar nicht einfach aber möglich. Schaut nach vorne, das ist für viele überlebenswichtig! Und wenn ihr gut informiert seid, ihr euch eurer Ressourcen als Familie und Individuen bewusst seid, dann könnt ihr gemeinsam bewusster handeln und euch neu orientieren.

Stellt euch im Hinblick auf die Zukunft folgende Fragen:

Wie sieht euer Leben in einem Jahr aus? Im oder außerhalb des Systems?

Welche Ressourcen / Stärken hat jeder Einzelne in der Familie?

Wie können diese Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden?

Muss die Wohnsituation optimiert werden? Wie könnt ihr diese optimieren?

In welche Richtung geht die Wirtschaft?

Überlebt die Branche, in der ihr derzeit arbeitet? Wie gut aufgestellt ist die Firma? Rechtzeitiger Umstieg in eine neue Branche möglich?

Was wird nach der Krise gebraucht werden? Was kann ich und mein/e PartnerIn dazu beitragen, wovon wir auch finanziell profitieren können?

Besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Familienunternehmens in der die Kinder (schulisch) Zuhause betreut werden können?

Was bedeutet eine Wirtschaftskrise?

Welche werterhaltenden Güter in der Wirtschaftskrise sind sinnvoll zu kaufen?

Wann ist der richtige Zeitpunkt zu kaufen?

Welche Werte sind in der derzeitigen Lage wichtig und wie können diese Werte vernünftig an die Kinder weitergegeben werden?

Ein weiterer interessanter Beitrag zum Thema:

Die Welt nach Corona: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise vorbei ist

Angst – und wie ich sie in den Griff bekomme! Teil I

Wir kennen es, dieses beklommene Gefühl. Angst und Panik. Als würde es uns den Hals abschnürzen, oder als würden wir ertrinken, Herzrasen. Plötzlich sind wir nicht mehr Herr/Frau unserer eigenen Gefühle. Der Verstand hat uns das Zepter aus der Hand gerissen und holt aus unserem unbewussten Repertoire negative Gefühle hervor, die wir nicht kontrollieren können. Oder können wir sie etwa doch noch selbst kontrollieren?

Ja das können wir. Mentalübungen können uns helfen uns auf das Positive zu konzentrieren. Auf den Soll-Zustand, den wir erreichen möchten. In Hinblick auf unsere Gesundheit, können wir positive Affirmationen erstellen und sie uns immer wieder vorsagen.

Das könnte wie folgt lauten: „Ich bin strahlend, stark heil und gesund!“

Schreibe diese Affirmation auf einen Zettel und positioniere ihn dort, wo du ihn immer sehen kannst. Um wirklich sinnvoll Affirmationen selbst zu erstellen müssen Sie kurz prägnant, in der Gegenwart formuliert sein.

Diese Affirmation musst du dir öfters am Tag vorsagen, so als wäre dieser Zustand den wir uns wünschen bereits eingetreten. Das heißt eigentlich sind wir schon strahlend, stark, heil und gesund und bekräftigen das in einem Bild wo wir uns auch als solches sehen. Das Ganze verstärkst du noch indem du unter deine Affirmation einen Smiley malst. Unser Gehirn reagiert unterbewusst auf das lachende Gesicht und sobald Sätze positiv untermalt werden, werden sie mit positiven Gefühlen verbunden und angenommen/abgespeichert. Wenn wir positiv eingestellt sind, können wir klarer Denken und demenstprechend besser Handeln.

Das ist eine der Mentalübung die unkontrollierte Gefühle vorbeugen kann, manchmal reicht diese Maßnahme. Wenn die Ursache eine tiefere Bedeutung hat, muss das irgendwann aufgelöst werden, damit diese Angst nicht wieder kommt. Das bedingt eine/ mehrere Einheit/en bei einem/r Mental,- Intuitions- und BewusstseinstrainerIn, wie ich es gerne beschreibe die andere „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Im nächsten Beitrag spreche ich von Atemübungen.

Für Schwangere oder die die es bald werden möchten, gibt es den Babyfeeling Kalender (13 Schritte zu einer entspannten Geburt) den ich euch bis 30. April um -30% Rabatt anbieten möchte. Bestellungen sind unter lisa@babyfeeling.at möglich. Versandkosten in andere EU Länder als Österreich bitte erfragen.

Informationen zum Kalender findest du hier: http://www.babyfeeling.at/babyfeeling-kalender/

Wenn die Zeit still steht!

Babyfeeling beschäftigt sich mit den positiven Aspekten des Coronavirus. Jedem der morgens Social Media Kanäle öffnet dem rate ich dazu seine Zeit auf allen Kanälen zu beschränken und zusätzlich nur diejenigen zu Folgen die das Positive sehen. Wir erahnen was in der Welt zugeht, wir brauchen keine schockierenden Fotos, Videos oder Zeitungsberichte. Solange wir keine Beweise mehr finden wollen inwieweit uns das wirklich betrifft, sind wir an unserem Ziel. Und es betrifft uns, mehr denn je, denn egal wie aufgebauscht das Thema ist oder nicht (ich beziehe dazu keine Stellung), wir wurden in Zwangsquarantäne gesteckt. Von jetzt auf gleich. Wer sich mit dem Mentaltraining schon einmal auseinandergesetzt hat, der weiß wer am schnellsten in eine zweifelnde Haltung rutscht. Der Verstand. Das wir an etwas zwanghaft Festhalten wollen iniitiert unser Verstand. Gewohntes will beibehalten werden, alles andere klingt nach Chaos und muss geordnet werden. Beweise , Indizien müssen für den neuen Weg erst eingeholt werden. Wenn ihr das einfach überspringt, weil ihr wisst das alles hat einen tieferen Sinn, den wir vorerst noch nicht verstehen, dann fällt es euch leichter altes loszulassen. Wir lassen los und gehen in unser Vertrauen. Vertrauen in das was kommt!

Nach jedem Chaos kommt ein Neubeginn!

Jetzt wo die Zeit still steht haben wir Platz für eine Neuorientierung. Lasst uns den Stillstand nutzen, um uns neu zu orientieren.

Ich werde jeden Tag positive Gedanken/Erkenntnisse auf Facebook und hier mit euch teilen. Es wird Gewinnspiele geben, Spieltipps für die Kinder u.v.m.

https://www.facebook.com/bauchfeeling/
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Muskelhypotonie & SI Störung

Ein Thema das mich bewegt, kein Thema das schon hunterte Male von anderen aufgegriffen und neu verfasst wurde. Eine Art Erfahrungsbericht aus meinem Leben mit viel theoretischem und praktischen Hintergrundwissen. Mein Repertoire ist mittlerweile so groß, ich könnte Bücher schreiben.

Aus dem Leben eines muskelhypotonen Erwachsenen mit einer sensorischen Integrationsstörung:

Es war ein langer Weg um herauszufinden, was Muskelhypotonie, eigentlich (für mich) bedeutet. Während man bei einer Muskelhypotonie von einer geringeren Muskelspannung spricht ist das bei Muskelhypertonie genau das Gegenteil der Fall. Die Muskelspannung ist partiell mal mehr oder mal weniger. Nicht überall gleich. Die (geringe/zu hohe) Muskelspannung kann in Fingern, Füßen, Mundregion, Bauch, Schultern etc. sein.

Sensorische Integration – unsere Sinne liefern uns Informationen über uns selber. Über unsere Sinne wird das Gleichgewicht, Kraft- und Bewegung sowie Berührungen an unser Gehirn weitergeleitet. Wenn es zwischen unseren Sinnen und unserem Gehirn eine Störung gibt, ergibt sich eine Störung im Außen, wir reagieren, verzögert anders, oder vielleicht gar nicht. Wir sind tollpatschig, weil wir nicht so wie andere klar berechnet stehen bleiben können. Wir fallen oft, tun uns weh aufgrund Fehlinterpretationen unseres Gehirns. Aber auch andere Menschen merken im Umgang mit uns das „wir“ anders sind. Wir reagieren viell. auf den ersten Blick nicht emphatisch. Unsere Gesichtsmuskeln spiegeln augrund der geringen Muskelspannung Menschen weniger als andere. Unterbewusst reagieren Menschen darauf. Im schlimmsten Fall nehmen sie Abstand, verlieren das Interesse. Kleinkinder sind da noch offen. Schulkinder merken aber die Schwäche und reagieren darauf oft mit Ausgrenzung.

Das Leben mit Muskelhypotonie und einer sensorischen Integrationsstörung ist kein einfaches. In einem starren System sind die Chancen gering, seine persönlichen Stärken zu finden. Denn bereits beim einfachen Sitzen in der Schule gibt es eine Reihe Faktoren die uns hindern unser Potential zu entfalten. Denn wir sind mehr damit beschäftigt unseren Körper auf dem Sessel zu halten, als nachzudenken was die LehrerInnen von uns eigentlich wollen. Schreiben und Denken ist eine enorme Anstrengung. Dinge die für normale gesunde Kinder kein Thema sind, uns aber enorme Schwierigkeiten bereiten. Unser Gehirn versucht die geringe Muskelspannung auszugleichen, und schaltet zwischen Denken und Schreiben oder beim reinen Zuhören, ständig einen Körpercheck ein. Um den Körper wieder daran zu erinnern nicht nachzulassen. Wir stützen uns mit den Händen am Tisch auf damit der Kopf nicht sinkt. Die Füße klammern sich an den Sessel, um sich besser zu spüren. Die Hand krallt sich an dem Stift beim Schreiben, aber durch die geringe Muskelkraft krampft die Hand irgendwann. Wir sind überlastet beim Schreiben, unser Gehirn raucht nach einer Stunde rein nur vom abschreiben. Wir geben 150 %, der Output ist aber immer befriedigend, wenn überhaupt. Es ist demotivierend. Die Schule gibt einem das Gefühl zu dumm zu sein, obwohl wir uns täglich so bemühen.

Im Sport meiden wir Seilklettern, weil wir es schlichtweg nicht können, wir kommen nicht auf den hohen Kasten, der beim Zirkeltraining immer dabei ist. Wir haßen Zirkeltraining. Ein einfacher Purzelbaum kann uns schon Angst machen. Denn wir können nicht ordnungsgemäß abrollen, wir verletzen uns im schlimmsten Fall an der Wirbelsäule. Generell sind wir eher fleischiger gebaut, sehen auf den ersten Blick dicker aus, die geringe Muskelspannung spiegelt sich auch in unseren Gedärmen wider. Ich habe bei gleicher Kilogramm und gleicher Körpergröße nie so schlank ausgesehen wie meine Mitschülerinnen.

Das Gewicht war dann natürlich ein Thema, schlecht im Sport und dann (scheinbar) moppelig. Wir können nicht lange Joggen, wir sind damit beschäftigt dass die schlacksigen Beine uns tragen, ohne zu stolpern, wir müssen vorberechnen, was unser Körper nicht schaffen könnte. Wir brauchen immer Plan B. Und da ist noch die Atmung die wir manuell steuern müssen. Denn wenn wir nicht fallen oder der Fuß umknickt, zwingt uns das Seitenstechen in die Knie. Denn das muss ebenso kontrolliert werden. Wie lange habe ich gebraucht um zu verstehen, dass ich nicht faul bin. Als ich das erste Mal im Fitnessstudio am Laufband stand, lief ich eine Stunde durch und danach bin ich noch gestanden. Verstanden habe ich es jedoch nicht.

Und Wintersportarten, wie Ski fahren, ich war die die einen Extra-Lehrer hatte, weil ich jedes Mal die ganze Mannschaft zu sturz gebracht habe, da mein Gehirn sich verrechnet hat. Ganz zu schweigen von dem Schlepplift. Kurze Strecken waren ok, wenn ich es überhaupt geschafft habe den Bügel zwischen die Beine zu bekommen. Nach allerhöchstens 5 min. ließen meine Beine nach. Das Gehirn war so überlastet, bloß nichts anderes Denken als an die Haltung und an die Beine. Und sobald nur ein kurzer anderer Gedanke aufkam, bin ich rausgeflogen. Jedes Mal. Es klingt witzig, auch für mich, im Nachhinein betrachtet. In Wirklichkeit war es der schmerzhaft, in mehrdeutigem Sinne. Ich habe gemieden wo ich nur kann, aber nicht weil ich zu faul war. Kinder meiden, weil sie wissen das sie das nicht bewältigen können. Sie spüren genau was sie sich zumuten können. In Schulen zwingt man Kinder dazu etwas immer wieder zu tun, sich immer wieder suboptimalen Situationen auszusetzen. Weil das geht schon, alle können es.

Muskelhypotone Kinder beginnen ein Überlegensprogramm, sie müssen ihren Mangel kompensieren, ohne zu wissen was mit ihnen los ist. Der Körper beginnt sich damit zu arrangieren. Es wird nur nie so sein wie bei „normalen“ Kindern. Kein richtiger Fingersatz, aber gleich schnell wie andere mit Fingersatz. Lieber den Berg mit Snowboard hochgehen als mit dem Schlepplift zu fahren. Lieber den Mund halten bevor nicht nochmal gründlich nachgedacht wurde, und oft können wir nicht schlagfertig sein, wenn unser Gehirn mit unserer Haltung oder unseren Sinneseindrücken (Musik im Hintergrund) beschäftigt ist.

In den kommenden Wochen möchte ich mehr auf das Erkennen im Babyalter, Entwicklung, Chancen muskelhypotoner Kinder schreiben.

Ich bin bereit meine Erfahrungen in die Welt hinauszutragen. Ich möchte ExpertInnen eine Sichtweise aus dem Leben eines hypotonen Menschens geben von Baby bis ins Erwachsenenalter. Ich möchte aufklären. Viele wissen nicht was es bedeutet eine Muskelhypotonie und eine SI Störung zu haben. Die Eltern, Kindertagesstätten, Tagesmütter, NÖ Landeskindergärten, Privatkindergärten, Schulen formen aber unsere Kinder. Diese Kinder die auf Schulnoten reduziert werden, werden ihr ganzes Leben lang nicht wissen was sie wirklich können und was sie ausmacht. Das ist vermutlich auch irgendwie ein generelles Problem.

Die Menschen die das betrifft, haben ein Recht darauf zu erfahren wer sie sind und was sie anders macht! Aber anders ist niemals schlecht, sondern eine andere Tür die wir beim Eintreten ins Leben gewählt haben.

Interessante Bücher zum Thema findest du hier:

Ergotherapie bei Kindern mit Wahrnehmungsstörungen

Chancen für Kinder mit Muskelhypotonie und Entwicklungsverzögerung: Ein Ratgeber für Eltern und Therapeuten

https://www.sensorische-integration.org/sensorische-integration/sensorische-integration/

Mentales Training in der Schwangerschaft

Mentales Training in der Schwangerschaft – und warum wir spätestens jetzt damit beginnen sollten!

Es gibt immer Gründe um sofort mit Mental- und Intuitionstraining zu beginnen.
Aber spätestens in der Schwangerschaft bietet sich die Gelegenheit um so mehr an.
Was wir nicht wissen, bevor wir schwanger werden, ist dass sehr viele ungeahnte Emotionen, ungewohnte, unkontollierbare Situationen auf uns zukommen werden. Nichts wird so sein wie es vorher war, und selbst wenn uns die beste Freundin von ihrer Schwangerschaft und ihrem Geburtserlebnis und Grenzerfahrungen erzählt. Wir werden es nicht nachfühlen können.
Eins ist gewiss: Wir werden weit über unsere Grenzen gehen, diese Grenzerfahrung müssen wir erst einmal verdauen und das gelingt am Besten, wenn wir mentales Training beherrschen, Atemübungen einbinden können, die uns wieder zu unserer Mitte führen.
Wenn die Übungen so fest sitzen wie das tägliche Zähneputzen, dann kann Chaos herrschen und dennoch können wir zu unserem Ursprung zurückkehren. Wir ringen dann nicht zusätzlich noch mit unseren Emotionen, sondern können vorher ein emotionales Gleichgewicht schaffen, um Probleme zu lösen.
Denn wer sind wir denn dann, wenn wir unser erstes Kind bekommen haben? Noch dieselben? Wer anderes?
Fängt die Veränderung bereits in der Schwangerschaft an?
Warum gibt es so viele Kurse die uns auf die Geburt vorbereiten, aber nicht auf das Leben danach?
Wieso sagt uns niemand, dass wir im Krankenhaus Mitspracherecht haben, dass wir auf unser Bauchgefühl hören können/müssen. Das die Macht unserer Instinkte viel größer ist, als bisher angenommen.
Das wir unserer Instinkte und Intuition niemals näher sein werden als bei einer Geburt.
Wieso sagt uns niemand, das die Geburt erst der Anfang und nicht das Ende ist?
Warum spricht niemand vom 4. Trimester?
Warum sagt uns niemand, dass Müdigkeit ein fester Hauptbestandteil im ersten Lebensjahres unseres Engels sein wird und wie wir damit umgehen können!
Das wir ungeahnte Ängste haben werden? Das wir ein Gefühl von Unsicherheit und dem Gefühl „des nicht mehr könnens“ ausgesetzt sein werden und wie wir diese Emotionen lösen können…
….Und das alles aus einem bestimmten Grund passiert!
 
Wie sich Verantwortung gegenüber eines kleinen Menschens anfühlt? Und wie können wir Verantwortung übernehmen? Wie kann ich die Interessen des eigenen Kindes vor anderen vertreten? Wie können wir uns von anderen abgrenzen – für unser Kind?
Wie bereiten wir das Umfeld auf unser Baby vor. Welche Rolle spielt denn eigentlich mein Mann? Müssen wir diesem nicht genauso Halt geben? Was wäre denn die perfekte Rolle für meinen Mann? Braucht dieser nicht auch Unterstützung? Welche Möglichkeiten haben wir?
Und wer schon Kinder hat, wie bereiten wir das erste Kind auf unser neues Familienmitglied vor? Welche Stellung nimmt jedes Familienmitglied dann ein? Wie findet jeder seine Position in der Familie bei mehreren Kindern? Wie gehen wir als Eltern mit den Emotionen unserer Kinder um? Wie verändert sich die Liebe zum ersten Kind, wenn ein weiteres hinzukommt. Interessenskonflikte wird es geben und es wird uns oft an unsere Grenzen bringen!
Wieso sagt uns niemand vorher, dass wir mit den Emotionen und Erfahrungen in unserer eigenen Kindheit in Berührung kommen werden? Und gibt uns Möglichkeiten wie wir unseren eigenen Lebensstil mit den eigenen Kindern finden?
Bereits in der Schwangerschaft beginnt unser Körper sich zu verändern, unser Energiepotential sinkt, weil für unseren Körper nichts anderes wichtiger ist als das winzige heranwachsende Reiskorn in unserer Gebärmutter.
Wissen ist ein Hauptfaktor, der uns ermöglicht optimale Entscheidungen für uns zu treffen. Wer nichts weiß, muss das glauben was andere sagen. Damit begibst du dich in Situationen, wo du dich so richtig mies fühlst, obwohl der Verstand sagt, es ist das Richtige!
Verstand, Stress, Angst sind schlechter Ratgeber.
Spätestens, wenn wir unsere Babys in den Händen halten, wissen wir was instinktives Verhalten ist.  Oder wissen wir es etwa doch nicht? Wie äußert sich instinktives Verhalten bei Babys?
Wissen wir vorher darüber Bescheid, können wir uns jede Menge Stress ersparen.
 
Intuition ist ein wichtiger Bestandteil eines erfüllenden Lebens. Manche leben intuitiv richtig. Das ist heutzutage aber eher bei wenigen der Fall. Niemand lebt es uns vor, zeigt uns wie es geht.
Instinkte und unsere Intuition, sind der Schlüssel zu uns selbst. Wenn wir damit umzugehen lernen steht uns der Weg frei. Denn den Weg können wir wählen, nicht das Ziel selbst.
 
Bei all dem schönen Chaos ist eine gute Verbindung zu sich selbst wertvoll. Daraus wächst auch die starke Bindung zum (ungeborenen) Baby.
 
Diese ganzen Fragen werden im Babyfeeling Kurs geklärt. Ein Geburts- und Wochenbettplan wird erarbeitet und Möglichkeiten der Stress- und Angstbewältigung werden aufgezeigt sowie Wissen vermittelt um dem eigenen Herzen folgen zu können!
 
Denn wenn alles Kopf steht und das Energiepotential schwindend gering ist, dann hast du Werkzeug in der Hand, dass dich zum Ursprung bringt.
 
                                                                                                                                                                                                                  Immer und immer wieder.

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