Homeschooling und echte Werte

Jetzt beginnt genau das was FreilernerInnen*/HomeschoolerInnen vorausgesagt haben, wir brauchen Individuen, die eine Vorstellung unabhängig vom System haben und sich trauen diese zu verfolgen. All das was Schule uns nie gelehrt hat, kann uns jetzt zum Verhängnis werden. Anbau von Saatgut, Erste Hilfe, Bestärkung des Zusammenhaltes und Individualität gewinnen enorm an Bedeutung.

Jahrzehntelang lag der Fokus auf standardisiertem Lehrinhalt oft noch dazu sinnfrei. Alle Individuen wurden über einen Kamm geschoren. Und einigen hat dieses System ihre besten Kompetenzen gekostet. Viele Generationen wissen bis heute nicht, dass sie etwas besonders gut können, gerade diejenigen die in der Schule immer mittelmäßig bis schlecht waren. Das Leben blieb mittelmäßig, man hat sich damit abgefunden nichts gut zu können. Fand dann vielleicht einen Bürojob und blieb bis heute ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass da nicht doch etwas in ihm/ihr sei, das überragend ist.

Wenn man Kinder bekommt hat man die Chance auszusteigen, viele nutzen das. Auch Schicksalsschläge veranlassen einen anderen Weg einzuschlagen. Es fühlt sich so an als würden uns die Augen geöffnet werden, andere ECHTE Werte und Kompetenzen kommen zum Vorschein, wir wachsen über uns hinaus und nehmen dies zum Anlass das Leben anders auszurichten. Viele schaffen den Sprung über den Schatten nicht, gewohntes ist immer besser als neues. Denn wer weiß was passiert, es könnte auch schiefgehen. Ein Ding der Bequemlichkeit.

Der Unterschied zwischen Erfolgreichen und Nichterfolgreichen ist, das sie einmal mehr aufstehen als hinfallen! Im realen Leben Fehler zu machen, ist nicht wie eine schlechte Note in der Schule. Wir brauchen Fehler und Probleme um aus ihnen zu lernen. Über uns hinauszuwachsen. Das ist keineswegs negativ. PRObleme sind gut! Sie helfen uns den richtigen Weg zu finden. Unseren Weg. Es ist ein guter Zeitpunkt, um unseren Kindern zu vermitteln das Schule nicht das reale Leben ist. Und eine Handwerkslehre ist mittlerweile mehr Wert als die xten StundentInnen an den Uni‘s oder FH’s.

Die heutigen Kinder haben die Möglichkeit Familie und Lernen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sie können essenzielle Dinge lernen, die ihnen in der Schule niemals beigebracht werden.

*FreilernerInnen sind natürlich nicht mit HomeschoolerInnen gleichzusetzen. Letztere lernen nach Schulpan und Freilernende lernen eben das was anhand der Entwicklungsstufe des Kindes gerade an der Reihe ist. „Lernen“ liegt in der Natur des Menschen. Die Wertevermittlung ist aber oft eine ähnliche. Durch das Zuhause unterrichten/freilernen ist man in die Familienstruktur und die sozialen Werte integriert. Die Kinder haben meist andere Aufgaben und Werte, als Kinder die in die Schule und anschließende Hortbetreuung gehen. Wichtige Fragen und Probleme der Familie werden unter Einbezug der Kinder getroffen, damit bekommen Kinder eine realistische Vorstellung darüber wie Familie und wirtschaftliches Denken zu laufen haben. Alles hat seine Vor- und Nachteile, für nichts gibt es ein Patentrezept.